Kleine „Trapper“ laufen und radeln zum Kirchenzelt

Sobald die ersten Takte von Liedern wie „Echt elefantastisch“ erklingen, hält Theresa nichts mehr am elterlichen Wohnwagen. „Sie läuft sofort zu den Kirchenzelten“, sagt die Mutter der Sechsjährigen. In den zwei Rundzelten auf dem Campingplatz „Südseecamp“ in der Lüneburger Heide bietet „Kirche unterwegs“ in den Ferienwochen ein tägliches Programm. Vor den Kirchenzelten steht ein wahrer Fuhrpark von kleinen Fahrrädern. Drinnen sitzen rund 160 Kinder und 40 Erwachsene dicht gedrängt. Die Kinder haben sich mit selbst gebastelten Trappermützen ausgestattet und die Zelte wurden für eine „Goldgräber- Woche“ in die WesternStadt „Gold Lake City“ verwandelt. Dass die Animation des Campingplatzes mit einem Indianer-Programm den Kirchen-Cowboys Konkurrenz macht, ändert nichts am Andrang.

Im Kirchenzelt streiten sich Goldgräber-Charly und sein Kumpel um die spärliche Ausbeute ihrer Suche. Der Reverend, der schlichtend einschreitet, erzählt dabei auch von Jesus und seinen Jüngern. Biblische Geschichten, kindgerecht verpackt, gehören beim morgendlichen Programm und den „Gute-Nacht-Geschichten“ ebenso dazu wie Spiele, Basteln und flotte Lieder. Und vor allem der Gesang ist bei den Kleinen der Hit. Wenn Bernd Knobloch zur Gitarre greift, hält es kein Kind an seinem Platz.

erschienen bei epd, 26.07.01